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Essstörungen – Ein Frauenproblem


Essstörungen – Ein Frauenproblem

Essstörungen sind weit verbreitet. Alleine in Deutschland leiden laut Schätzungen 100.000 Menschen an Magersucht, weitere 600.000 an Bulimie. Wie eine Studie zeigt, sind Frauen viermal häufiger von Essstörungen betroffen als Männer.

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben in einer Studie ermittelt, wie weit verbreitet Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Binge Eating bei Deutschen zwischen 14 und 95 Jahren sind. Dafür hatten sie 2520 Männer und Frauen u. a zu ihren Essgewohnheiten, zu sportlichen Aktivitäten, zur Selbstwahrnehmung, der Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen, über den Gebrauch von Abführmitteln, zu selbst herbeigeführtem Erbrechen oder Essanfällen befragt.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass 5,9 Prozent der Frauen und 1,5 Prozent der Männer ein gestörtes Essverhalten aufwiesen. Am häufigsten betroffen waren Frauen bis zum 24. Lebensjahr. Und auch bei den Männern konnte laut Wissenschaftlern in den letzten Jahren ein Anstieg von essgestörtem Verhalten beobachtet werden. Männer seien jedoch am häufigsten im Alter von 55 bis 64 Jahren betroffen. Wie auch in vergangenen Studien konnten keine Zusammenhänge zwischen Essstörungen und Bildungsniveau oder Einkommen gefunden werden.

Nach Schätzungen der Ärztekammer Niedersachsen sterben circa 16,8 Prozent der Betroffenen an den Folgen von Essstörungen. Werden Essstörungen jedoch frühzeitig erkannt, vergrößern sich die Heilungschancen. Verschiedene Therapieansätze können dabei eine Chronifizierung der Krankheit verhindern.

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